Neuigkeiten
Artikelübersicht
- Ihr habt gewählt! Wahlergebnisse des neuen Kinder- und Jugendrats
- Persönliche Erklärung des Bürgermeisters
- Förderung steckerfertiger PV-Anlagen - Programm verlängert
- Breitbandausbau gerettet!
- Sachstand NetCom BW
- Auskunfts-Service für Ausweise
- Aktueller Sachstand Windkraft
- Auswirkungen der Änderung der Landesbauordnung Baden-Württemberg
- Gehölzrückschnitt und Grüngutentsorgung
- Gemeinde unterstützt Streuobstwiesenbesitzer beim Erhalt der seltengewordenen Baumbestände
Ihr habt gewählt! Wahlergebnisse des neuen Kinder- und Jugendrats
Am 30. Juni 2025 hat der Gemeinderat beschlossen, dass Amstetten wieder einen Kinder- und Jugendrat bekommt.
Am 19.11.2025 wurden an alle Amstetter Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren die Wahlunterlagen versandt.
Bis Montag, 01. Dezember 2025 wurden insgesamt 42 Stimmzettel abgegeben. 229 Stimmen waren gültig.
Die Wahlergebnisse findet ihr hier

Persönliche Erklärung des Bürgermeisters
Bürgermeister Raab hat am Montag, 27. Oktober 2025, vor Eintritt in die Tagesordnung folgende Erklärung abgegeben:
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates, verehrte Damen und Herren Ortsvorsteher, liebe Zuhörerschaft und liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
als ich im Jahr 2018 mein Amt antreten durfte, war unsere Gemeinde in keiner einfachen Situation. Die lange Vakanz meines Vorgängers – gerade in einer entscheidenden Phase beim Schulausbau – hat deutliche Spuren hinterlassen. Das Vertrauensverhältnis zwischen Planern, Verwaltung und Gemeinderat war zerrüttet, Amstetten stand nicht selten in einem ungünstigen Licht in der überregionalen Presse. Dass die Gemeinde damals keinen Schiffbruch erlitten hat, ist ganz besonders Werner Meyer und Heinrich Schmohl zu verdanken, die im Ehrenamt Herausragendes geleistet haben.
Gemeinsam mit dem Gemeinderat ist es uns gelungen, das Jahrhundertprojekt Lonetalschule zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen – heute können wir alle stolz auf unsere Bildungslandschaft sein. Auch die Kindergärten und Schulkinderbetreuung wurden gestärkt und weiterentwickelt, und noch in diesem Jahr stehen wegweisende Entscheidungen an.
Im Bereich Sicherheit und Ordnung konnten wir große Investitionen auf den Weg bringen und endlich den langwierigen Konflikt zwischen Feuerwehr und Gemeinderat lösen. Wir haben unsere Räume ausgebaut und neue Begegnungsstätten geschaffen. Wir haben unsere Vereine und Institutionen unterstützt und Vieles versucht zu ermöglichen. Wir sind gesund gewachsen und auch für die Zukunft steht unserer Bürgerschaft weiteres Bauland zur Verfügung. Für Jung und Alt haben wir Projekte in Amstetten geschaffen bzw. bedarfsorientiert ausgebaut.
Wir haben als Gemeinschaft die Pandemie gemeistert, unsere Verwaltung modernisiert und unsere Dienstleistungen zeitgemäßer aufgestellt. Unser Breitbandausbau ist gesichert, die Verwaltung personell für die Zukunft gerüstet – und wir verfügen über eine der solidesten Finanzlagen weit und breit. Dass dies alles andere als selbstverständlich ist offenbart jeden Tag eindrucksvoll die Tagespresse, heute kann ich feststellen, dass wir in Amstetten geordnete Finanzen haben.
Ein Höhepunkt meiner Amtszeit war das Jubiläumsjahr, in dem wir eindrucksvoll erlebt haben, wie viel Kraft und Zusammenhalt in unserer Gemeinde steckt.
Besonders stolz bin ich darauf, dass wir in Amstetten neue Formen der Bürgerbeteiligung einführen konnten: Mit Einwohnerversammlungen, einem Bürgerentscheid und zahlreichen Informationsveranstaltungen haben wir die Menschen stärker in wichtige Fragen eingebunden. Und ich freue mich sehr darauf, dass wir bald hoffentlich auch wieder einen Kinder- und Jugendrat haben werden – denn die Stimme unserer jungen Generation ist entscheidend für die Zukunft unserer Gemeinde.
Als ich mich 2018 beworben habe, stand mein Wahlspruch „Mit Herzblut und Engagement für Amstetten“. Diesen Anspruch habe ich mir in all den Jahren zu Herzen genommen – sei es bei großen Projekten, im direkten Gespräch oder bei den vielen alltäglichen Fragen. Natürlich konnte ich nicht immer überall sein, doch ich habe stets versucht, nah bei den Menschen und ansprechbar zu bleiben.
Ich bin mir bewusst, dass ich dabei nicht fehlerlos war. Fachlich wie persönlich habe ich Entscheidungen getroffen, die manch einer anders gesehen hätte – und manche davon waren schlicht falsch. Sollte ich dabei jemandem Unrecht getan haben, bitte ich ausdrücklich um Entschuldigung.
Die letzten acht Jahre habe ich meine ganze Kraft für Amstetten eingesetzt und dabei manches im Privatleben zurückgestellt – eine bewusste Entscheidung, die ich nicht bereue.
Doch der Tod meines Vaters im Dezember vergangenen Jahres hat mir noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie kostbar und begrenzt unsere Zeit ist. Sein Verlust hat in mir vieles bewegt und mir gezeigt, dass es Dinge im Leben gibt, die wichtiger sind als jedes Amt. Ich habe viel nachgedacht, mit Weggefährten, Vertrauten und Bürgerinnen und Bürgern gesprochen. Das Vertrauen und die Anerkennung, die mir viele Menschen insbesondere in den letzten Monaten entgegengebracht haben, haben mir sehr viel bedeutet.
Mir ist die Endlichkeit des Lebens bewusster denn je geworden. Deshalb möchte ich die kommenden Jahre nutzen, um wieder mehr Zeit für mein persönliches Leben zu haben, vielleicht eine eigene Familie zu gründen und der jungen Generation die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient. Zugleich möchte ich neue Wege gehen, die mich und unsere Gesellschaft bereichern können.
Nach reiflicher Überlegung habe ich deshalb entschieden, bei der Bürgermeisterwahl im Frühjahr 2026 nicht erneut zu kandidieren.
Ich danke von Herzen für das Vertrauen, das mir in den vergangenen Jahren entgegengebracht wurde. Es war mir eine große Ehre, dieser Gemeinde und ihren Menschen dienen zu dürfen. Unendlich dankbar bin ich meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich Tag für Tag für unsere Gemeinschaft einsetzen und das Leben von uns allen besser machen.
Selbstverständlich werde ich bis zum Ende meiner Amtszeit meine ganze Kraft für die Gemeinde einsetzen und für eine geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte an meine Nachfolgerin oder meinen Nachfolger sorgen.
Gott schütze Amstetten und unsere Heimat.
Förderung steckerfertiger PV-Anlagen - Programm verlängert
Die Gemeinde Amstetten fördert seit 01. April 2025 steckerfertige Photovoltaikanlagen ("Balkonkraftwerke").
Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Breitbandausbau gerettet!
Amstetten/Ulm | Nach der Absage des eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau NetCom BW GmbH sind in den Amstetter Teilorten Unsicherheiten entstanden. Die Gemeinde Amstetten freut sich deshalb ganz außerordentlich mitteilen zu können, dass der dringend benötigte Breitbandausbau in den Ortsteilen Bräunisheim, Hofstett-Emerbuch, Reutti, Schalkstetten und Stubersheimweiter geht. Die OEW Breitband GmbH wird nun den ursprünglich geplanten, geförderten Ausbau für die Amstetter Ortsteile umsetzen.
Damit ist gewährleistet, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesen Ortsteilen von einer leistungsfähigen Glasfaserinfrastruktur profitieren können. Der geförderte Ausbau durch die OEW Breitband GmbH sieht unter anderem vor, dass auch ländliche Bereiche zuverlässig mit zukunftssicherem Internet erschlossen werden.
Bürgermeister Johannes Raab zeigt sich erleichtert: „Es war für uns ein großer Schock als wir Ende August darüber in Kenntnis gesetzt worden sind, dass der eigenwirtschaftliche Ausbau nicht wie angekündigt umgesetzt wird – umso mehr sind wir heute glücklich, dass die OEW Breitband GmbH den geförderten Ausbau für unsere Gemeinde fortführen wird. Besonders dankbar zeigt sich der Bürgermeister gegenüber der Breitbandkoordination des Alb-Donau-Kreises, die auch außerhalb der normalen Bürozeiten der Gemeinde mit Rat und Tat der Gemeinde zur Verfügung gestanden haben.
Gerade der Ländliche Raum braucht eine stabile und schnelle Internetanbindung, um für Familien, Unternehmen und Vereine gleichermaßen attraktiv und zukunftsfähig zu bleiben. Wir sind froh, dass die Weichen auf der Stubersheimer Alb und Reutti nun gestellt sind."
Die Gemeinde wird die Bevölkerung fortlaufend über die weiteren Schritte des Ausbaus informieren. Mit dem Engagement der OEW Breitband GmbH ist ein entscheidender Schritt hin zu einer modernen digitalen Infrastruktur gelungen.
Derzeit arbeitet die Gemeinde zusammen mit der OEW Breitband GmbH sowie die Breitbandkoordination des Alb-Donau-Kreises an vielen Detailfragen. Die OEW Breitband GmbH wird die Ergebnisse und das weitere Vorgehen der Bevölkerung im Rahmen der Einwohnerversammlung am Freitag den 24. Oktober 2025 in der Aurainhalle (Beginn um 18 Uhr) vorstellen.
Bei der OEW Breitband GmbH handelt es sich um 100 % kommunal getragenes Unternehmen, das sich der Daseinsvorsorge verschrieben hat. Anteilseigentümer der Unternehmung ist der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) ein von neun Landkreisen getragener Zweckverband.
Sachstand NetCom BW
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
seit Jahren sind unsere kommunalen Gremien und auch die Gemeindeverwaltung unermüdlich und proaktiv dabei, den Breitbandausbau für unsere Gemeinde voranzutreiben. Auch die Bundesrepublik und das Land Baden-Württemberg unterstützen uns dabei, und wir konnten Förderungen im Millionenbereich akquirieren. Der Breitbandausbau ist einer der Schlüssel, um unsere Gemarkung zukunftssicher zu gestalten.
Für die Stubersheimer Alb und für Reutti war bisher geplant, dass es einen eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die NetCom BW GmbH geben soll. Die Gemeinde hat deshalb im letzten Jahr mit diesem Tochterunternehmen der EnBW eine Kooperationsvereinbarung geschlossen– vorausgegangen waren Jahre der Verhandlungen der Gemeinde zusammen mit dem Landratsamt.
Letzte Woche wurden wir eher beiläufig darüber informiert, dass die NetCom BW nun plant, diesen Ausbau bei uns nicht mehr zu realisieren. Begründet wird dies in einer kryptischen Nachricht damit, dass die Wirtschaftlichkeit angeblich nicht mehr gegeben sei. Die Gemeinde Amstetten hat jedoch alle Vertragsbedingungen erfüllt und die anvisierte Quote von 40 Prozent der Haushalte – wie im Vertrag normiert – konnten wir gemeinsam mit Ihnen mit über 70 Prozent deutlich übertreffen. Besonders bizarr erscheint, dass es von Seiten des Unternehmens keinerlei Hinweise im Vorfeld gab. Ein Vorgang, den ich selbst so noch nie erlebt habe und der uns Alle fassungslos macht!
Natürlich beharren wir auf die Erfüllung unserer Kooperationsvereinbarung und werden hierbei auch nicht locker lassen. Wir haben bereits mit den zuständigen Stellen Kontakt aufgenommen. Zudem habe ich meinen Unmut der Geschäftsleitung der NetCom BW bereits kundgetan und eine Anwaltskanzlei mit der Wahrung unserer Interessen beauftragt.
Die Gemeindeverwaltung ist derzeit dabei, Lösungen zu erarbeiten. Unser oberstes Ziel ist und bleibt eine zukunftsfähige Lösung mit Breitband an allen Wohnplätzen in der Gemeinde. Wir Amstetter sind lösungsorientiert – aber wer Wind sät, wird von uns Sturm ernten. Da können Sie sich gewiss sein!
Ihr
Johannes Raab
Bürgermeister
Auskunfts-Service für Ausweise
Seit 1. Januar 2025 kann man den aktuellen Status der Beantragung neuer Ausweisdokumente unter folgendem Link selber abrufen: https://einwohner.komm.one/intelliform/forms/default/app/pool/km-einwohner/bw-ost/asa/index?ags=08425008
Eine entsprechende Erklärung wird Ihnen bei der Beantragung ausgehändigt. Natürlich werden Sie dennoch informiert, sobald Ihr Ausweisdokument zur Aushändigung vorliegt. Hier dürfen Sie wählen ob Sie per E-Mail, SMS oder postalisch informiert werden möchten.
Aktueller Sachstand Windkraft
Zurzeit findet die sogenannte Teilfortschreibung Windkraft für unsere Raumschaft statt. Das Ziel der Landesraumplanung ist, dass mindestens 1,8 Prozent der Flächen für Windkraft überplant werden. Der Gemeinderat hat sich mit diesem Thema bereits letztes Jahr im Juli beschäftigt und auch in den Ortschaftsräten wurden entsprechend angehört. Nach dem derzeitigen Plansstand sind voraussichtlich auch bei uns Flächen vorgesehen. So plant der Regionverband Donau-Iller auf unserer Gemarkung Gebiete in Amstetten-Bräunisheim, Amstetten-Reutti und Amstetten-Schalkstetten.
Das Verfahren für eine solche Teilfortschreibung ist sehr zeitintensiv und unser Regionalverband geht derzeit davon aus, dass der dazugehörige Satzungsbeschluss voraussichtlich Ende 2025 erfolgen wird. Es wird auch diesen Sommer entsprechende öffentliche Anhörungen und Informationsveranstaltungen vom Verband geben.
Selbstverständlich wird die Gemeindeverwaltung Sie weiterhin über das aktuelel informieren. Wir haben diesbezüglich eine Unterseite auf unserer Webseite aufgebaut, dort können Sie aktuelle Informationen verfolgen.
Empfehlung der Gemeindeverwaltung
Nach Einschätzung von Herrn Bürgermeister Johannes Raab, ist gerade bei uns auf der Alb eine gewisse Goldgräbermentalität feststellbar. Mehrere Unternehmungen, teilweise sehr seriös teilweise auch weniger seriös versuchen gerade Vorverträgen bei den Grundstückseigentümern zu bekommen. Die Gemeinde rät nach jetztigem Stand davor ab, entsprechende Verträge zu unterzeichnen, da es zurzeit noch nicht absehbar ist, welche Flächen am Ende tatsächlich ausgewiesen werden. Der Bürgermeister berät Sie im Zweifelsfall gerne.
Die Gemeinde Amstetten hat derzeit keinerlei Verträge mit entsprechende Projektträger abgeschlossen, auch wenn von einigen Investoren dieser Eindruck vermittelt wird. Nur der Gemeinderat kann solche Verträge beraten und beschließen und dies ist bisher noch nicht erfolgt.
Auswirkungen der Änderung der Landesbauordnung Baden-Württemberg
Die Landesbauordnung Baden-Württemberg wurde im Blick auf die Digitalisierung von Baugenehmigungsverfahren im Rahmen des sogenannten Virtuellen Bauamts Baden-Württemberg geändert. Diese Änderung trat am 25. November 2023 in Kraft.
Die Plattform „Virtuelles Bauamt Baden-Württemberg (ViBa BW)“ wird seit November 2022 von Pilotkommunen erprobt und dabei auch den landesrechtlichen Voraussetzungen angepasst. Seit Sommer 2023 laufen die ersten Tests unter Realbedingungen.
Das Virtuelle Bauamt ist eine End-to-End-Lösung: Von der Antragsstellung, über die Beteiligung von Behörden, Bearbeitung des Vorgangs bis zur Bekanntgabe der Entscheidung sollen alle Verfahrensschritte medienbruchfrei digital erfolgen. Herzstück ist der digitale Vorgangsraum – ein Bereich, in dem Bauherr, Bauamt und alle anderen betroffenen Behörden direkt und simultan am Antrag arbeiten können.
Die wichtigsten Änderungen in der Landesbauordnung (LBO)
Das Einreichen
Bis das Virtuelle Bauamt in Echtbetrieb geht, müssen Bauanträge direkt bei den unteren Baurechtsbehörden (Landratsamt Alb-Donau-Kreis, Fachdienst Bauen, Brand- und Katastrophenschutz) unter der Mailadresse bauantrag@alb-donau-kreis.de und nicht mehr über die Gemeinden eingereicht werden. Die Gemeinden werden seitens der unteren Baurechtsbehörde unverzüglich über die eingehenden Vorhaben informiert.
Die Nachbarbeteiligung
Die Beteiligung angrenzender Nachbarinnen und Nachbarn wird auf Fälle begrenzt, in denen diese tatsächlich unmittelbar betroffen sind – also bei Abweichungen, Ausnahmen oder Befreiungen von nachbarschützenden Vorschriften.
Die Bekanntgabe
Baurechtliche Entscheidungen sollen künftig elektronisch bekanntgegeben werden können. Dies ermöglicht es, digitale Baugenehmigungsverfahren medienbruchfrei, also durchgängig elektronisch durchführen zu können. Derzeit ist in der LBO noch eine formelle, schriftliche Zustellung vorgeschrieben.
Verpflichtend elektronisch
Nach aktueller LBO-Fassung können Anträge und Bauvorlagen elektronisch eingereicht werden. Künftig soll dies verpflichtend der Fall sein. Ab 1. Januar 2025 soll eine Einreichung in Papierform ausgeschlossen sein.
Gehölzrückschnitt und Grüngutentsorgung
Hecken, Sträucher und Bäume richtig schneiden
Bitte beachten Sie: Nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz ist es vom 1. März bis 30. September verboten, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze abzuschneiden oder stark zurückzusetzen. Erlaubt sind in diesem Zeitraum nur schonende Form- und Pflegeschnitte, um den Zuwachs zu begrenzen oder die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Vor jedem Schnitt sollte geprüft werden, ob sich Vögel oder andere Tiere im Gehölz aufhalten – brütende Tiere dürfen nicht gestört werden. Diese Pflicht gilt das gesamte Jahr.
Grüngutentsorgung im Alb-Donau-Kreis
Kleinere Mengen an Gartenabfällen können:
- über die Biotonne entsorgt werden,
- oder zu den Grüngutsammelstellen des Landkreises gebracht werden.
Eine Übersicht der Sammelstellen mit Öffnungszeiten finden Sie auf der Website des Abfallwirtschaftsbetriebs Alb-Donau-Kreis.
Dort erhalten Sie auch Informationen zu:
- Annahmebedingungen und Kosten,
- Abgabe von Ästen, Strauchschnitt und Laub,
sowie zu saisonalen Sammelaktionen
Verbrennen von pflanzlichen Abfällen
Nach § 6 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sind Abfälle vorrangig zu verwerten, bevor sie beseitigt werden. Das Beseitigen, also Verbrennen von pflanzlichen Abfällen ohne Zusatznutzen, ist somit grundsätzlich verboten. Die Ausnahmeregelungen können Sie dem Merkblatt "Verbrennen von Pflanzlichen Abfällen" entnehmen.
Mit Buchsbaumzünsler befallener Strauchschnitt
Der Buchsbaumzünsler ist inzwischen deutschlandweit verbreitet. Daher kann durch Verbrennen oder gesonderte Entsorgung als Restmüll der Befall nicht mehr aufgehalten werden. Ab 1.1.2025 können deshalb befallene Buchsbäume wie anderer Baum- und Heckenschnitt über die Grüngutannahmestellen entsorgt werden. Es gelten die üblichen Annahmebedingungen. Kleinmengen befallener Buchsbäume können auch in die Biotonne. Siehe "Abfallkompass 06/2025 Abfallwirtschaft Alb-Donau-Kreis".
Gemeinde unterstützt Streuobstwiesenbesitzer beim Erhalt der seltengewordenen Baumbestände
Der Erhalt alter Streuobstbestände im Gemeindegebiet ist der Gemeinde Amstetten ein besonderes Anliegen. Der Gemeinderat hat aus diesem Grund bereits zum Jahresbeginn im Rahmen der Klausurtagung beschlossen, dass Besitzer alter Obstbaumwiesen für Nachpflanzungen eine finanzielle Unterstützung erhalten sollen. Die Gemeinde fördert demnach die Nachpflanzung von Obsthochstämmen in bestehenden privaten Streuobstwiesen im Außenbereich. Übernommen werden die Kosten für bewährte Apfel-, Birnen- und Zwetschgensorten, jeweils Einzelbäume inkl. Stützpfahl und Verbiss-Schutz.
Nähere Auskünfte hierzu erteilt Frau Peters (Tel. 07331/3006-40 jeweils Do. und Fr. von 8.30 – 12.00 Uhr) oder miriam.peters@amstetten.de
Hier finden sie den Antrag auf Streuobstförderung
